Rembrandt im Palmenhaus

Nicht immer braucht es ein Studio um schöne Porträts anzufertigen. Selbst ein Porträt im Rembrandt Stil kann man mit genügend Kreativität im Palmenhaus anfertigen. Wie das geht seht Ihr hier:

Porträt- Fotoworkshop im Palmenhaus und im Wüstenhaus in Schönbrunn.  Neben den Porträts mit den tropischen Pflanzen im Hintergrund spielten wir diesmal mit ungewöhlichen Hintergründen und klassischen Porträts.

Im Wüstenhaus fand ich für meine Idee gleich die geeignete Location. Der Felsendurchgang ist ein idealer Platz für Low Key Fotoaufnahmen (Siehe zweites Bild, das den Durchgang zeigt).  Von der alten Location inspiriert ist mir gleich das Spiel mit Hell und Dunkel im Porträt eingeschossen. Alte Location, alte Meister  und so ist Ciaoscuro (das Spiel mit Hell und Dunkel - wie Rembrandt es verwednet hat)  das Thema geworden.

Ein einfaches Crossligth aus zwei Aufsteckblitzen, ein Durchleuchtschirm und ein "Snoot" aus einem Stück Karton und fertig war das "Rembrandlicht" . Der rotbraune Felsendurchgang war unser Hintergrund.

So einfach gehts: Den Hintergrund mußte ich in diesem Falle um drei Blenden unterbelichten um einen schwarzen Hintergrund zu bekommen..  Das Hauptlicht links von der Kamera (auf ca. 8 Uhr oder 45 Grad positioniert) ist so gerichtet, daß es diesen typischen Rembrandteffekt auf Alinas Wange ergibt.  Der Rembrandteffekt ist das helle Dreieck unter dem rechten Auge.  Das Auge auf der lichtabgewandten Seite soll sichtbar sein und das Dreieck soll zwischen unteren Nasenrand und Oberlippe enden.  Erreichen könnt Ihr den Effekt, in dem Ihr das Model gerade in die Kamera blicken läßt und das Hauptlicht etwas erhöht positioniert. Die Feinjustierung erfolgt durch die Positionierung des Kopfes in dem Ihr dem Model genaue Anweisung gebt ob  das Kinn nun rauf oder runter, rechts oder links bewegt werden soll.

Das zweite Licht ist ein Haarlicht und wird mit Hilfe einer Kartonrolle die über den Blitz gestülpt ist auf die Haare gerichtet. Dieses Licht dient mehr der Separation des Modelles vom Hintergrund und hat mit dem Rembrandteffekt nichts zu tun.

Damit der Schattenverlauf weniger hart ausfällt, könnt Ihr auf der Licht abgewandten Seite einen Reflektor in Kopfhöhe positionieren. Damit bekommt Ihr weichere Übergänge und der Hell - Dunkel Kontrast (Ciaroscuro) fällt nicht so dramatisch aus und das Foto wird weicher. Auf dem Bild oben wurde auch ein mittelgroßer Triflektor verwendet.

 Am zweiten Foto seht Ihr den Hintergrund wo das Foto aufgenommen worden ist und dient hier nur als Orientierung wo das Foto aufgenommen wurde. 

 

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